Leslie und Hammond Tonkabinette

Zu Leslies und Hammond-Tonkabinetten gibt es im Grundsatz dasselbe zu sagen, wie zu den Orgeln. Es sind qualitativ hochwertige Geräte, die aber nach 40 und mehr Jahren oft einer gründlichen Revision bedürfen:
  • Auch hier sind die Elektrolyt-Kondensatoren am Ende ihrer Lebenserwartung (oder schon darüber)
  • Die Leslie-Motoren müssen einmal komplett zerlegt und gründlich gereinigt werden. Sie wurden in der Regel nie geölt. Meistens liegen dadurch noch keine Folgeschäden vor, aber selten ist es auch nicht, dass mangels Öl ein Lager oder die Achse verschlissen ist. In diesem Fall muss man ein neues passendes Sinterlager auftreiben und beim Feinmechaniker eine neue Achse drehen lassen und den Rotor aufpressen. Ebenfalls müssen die Distanzscheiben und Filze auf der Motorachse teilweise ersetzt werden, damit kein laterales Spiel mehr existiert.
  • Die Kondensatoren der Frequenzweiche sind  fast immer völlig neben den nominellen Werten. Sie müssen ersetzt werden.
  • Es gibt einige Verschleissteile in der Leslie-Mechanik, die überprüft und allenfalls ersetzt werden müssen (Kugellager, Riemen).
  • Die Röhrenvor- und Endstufen müssen revidiert werden.
  • Manchmal sind die Lautsprechersicken spröde. Das Auswechseln der Membranen ist in der Schweiz nicht für vernünftiges Geld zu haben. In einem solchen Fall empfehle ich den Ersatz durch neue Lautsprecher. Transistorleslies verwenden 4 Ohm Tieftöner, Röhrenleslies 16 Ohm Tieftöner. Ein bewährter Ersatz ist der Jensen C15K.